Virtuelle-Fruchtgummi-Katjes-NFT-Einhoerner

Wie bewertet man NFTs? Das Katjes NFT Projekt

2.8
Toller Start, grausiges Ende

Katjes im Metaverse

Nicht jedes Unternehmen muss eine eigene Metaverse-Umgebung etablieren, um mit dem Metaverse zu agieren oder daran teilzunehmen. Häufig kreieren Marken, noch vor der Erstellung eines eigenen Metaverse-Erlebnis, ein eigenes NFT Projekt. Dazu zählt auch das deutsche Unternehmen Katjes, welches mit virtuellen Einhörnern, den Katjes NFT, für ihren Eintritt in das Metaverse geworben hat. Katjes konzentriert sich seit 1993 auf die Herstellung und den Verkauf von Süßwaren. Heute ist Katjes vor allem für vegane und vegetarische Fruchtgummis bekannt. Katjes produziert und verkauft unter anderem Gummibärchen, und Lakritz in verschiedenen Geschmacksrichtungen, und seit 2022 auch 777 einzigartig aussehende, virtuelle Fruchtgummis. Das Unternehmen ist in vielen Ländern Europas und auch in den USA aktiv und beschäftigt mehrere tausend Mitarbeiter.

Katjes NFT Projekt ohne Metaverse

Wie zuvor schon oft beschrieben, wird das Metaverse in der Regel als eine Art Erweiterung der realen Welt betrachtet, in der Menschen miteinander interagieren und neue Erfahrungen machen können. In jüngster Zeit wird der Begriff Metaverse auch verwendet, um die zunehmende Verbreitung von Virtual-Reality-Technologien und -Erlebnissen zu beschrieben. In diesem Kontext wird oft vom „Betreten des Metaverses“ gesprochen, wenn Menschen oder Unternehmen in virtuelle Welten eintauchen und dort Erlebnisse haben, die sich von denen in der realen Welt unterscheiden. Der Fruchtgummi-Hersteller besitzt weder ein eigenes Metaverse noch eine Erlebniswelt oder eine Virtual-Reality Anwendung, dennoch kommunizierte das Unternehmen seinen Eintritt in das Metaverse.

Wenn von einem Unternehmen die Rede ist, das „in das Metaverse eintritt“, bedeutet dies häufig nicht, dass es sich in irgendeiner Form in eine virtuelle Welt begeben hat, um dort neue Erlebnisse oder Angebote zu schaffen. Denn der Eintritt in das Metaverse kann bereits viel früher stattfinden, beispielsweise durch die Realisierung eines NFT-Projekts, bei dem das Unternehmen NFTs verkauft, der Zugang zu exklusiven Erlebnissen in einer virtuellen Welt gewährt. Derzeit gilt sogar die Entwicklung eines NFT-Projektes gänzlich ohne Mehrwerte in einer dreidimensionalen Umgebung als erstes Metaverse-Projekt.

Dass liegt daran, dass die reine Nutzung von dezentralisierten Technologien, wie die der NFT-Technologie, als ein elementarer Baustein des Metaverses gelten. Realisiert eine Marke wie Katjes ein Blockchain-Produkt oder Projekt, wird auch dies bereits als Metaverse-Eintritt angesehen, da die dezentralen Technologien die Einbettung in das Metaverse dennoch unterstützen. So könnte beispielsweise ein virtuelles Einhorn NFT heute bereits in einem virtuellen Show-Room im Metaverse hängen. Käufer von NFTs könnten auf ihrem eigenen Metaverse-Grundstück dank der Blockchain-Technologie und der damit einhergehenden Interoperabilität diese mit einem Klick auf eine Präsentationsfläche zur Show stellen.

NFT Projekt oder Metaverse Welt?

Wenn man Marken in das Metaverse eintreten können, gänzlich ohne eigene Erlebniswelt, macht es dann nicht Sinn ein nur virtuelles Produkt in Form eines NFTs zu verkaufen? Es gibt keine pauschale Antwort darauf, ob es für ein Unternehmen sinnvoller ist, ein NFT-Projekt zu realisieren oder in das Metaverse zu investieren. Vielmehr hängt die Entscheidung davon ab, welche Ziele das Unternehmen verfolgt und wie gut das NFT-Projekt oder die Metaverse-Investition zu den gewünschten Zielen passt. Tatsächlich können sowohl NFT-Projekte als auch die Entwicklung eines eigenen Metaverse-Erlebnis gleichermaßen Kosten erzeugen, hierbei kommt es schlichtweg auf die Komplexität an.

Dennoch könnte ein NFT-Projekt für ein Brand sinnvoller sein, wenn es darum geht, bestimmte Inhalte oder Erlebnisse zu vermarkten, die für das Unternehmen relevant sind. Beispielsweise verkauft Katjes nicht nur hübsche Porträts von unterschiedlichen Einhorn-Designs, sondern damit einhergehend Zugang zu einer exklusiven Community, Eintrittskarten für die Süßwarenmesse und einmalige Rabatte für Katjes Produkte im Online-Shop. Ein NFT-Projekt könnte auch für Unternehmen interessant sein, die sich dafür eignen, Sammlerstücke oder limitierte Editionen von Produkten zu verkaufen. Katjes könnte beispielsweise eine reale NFT-Fruchtgummi Sorte entwickeln, die nur zugänglich für die Besitzer virtueller Einhörner sind.

Andererseits könnte es für eine Marke sinnvoller sein, in das Metaverse zu investieren, wenn es darum geht, sich in einer virtuellen Welt zu etablieren, die für das Unternehmen relevant ist. Dies könnte zum Beispiel der Fall sein, wenn das Unternehmen in einem Bereich tätig ist, der sich gut für die Umsetzung in einer virtuellen Welt eignet, wie zum Beispiel in der Unterhaltungsindustrie oder im E-Commerce. In diesem Fall könnte das Unternehmen Nutzen daraus ziehen, indem es sich als Anbieter von virtuellen Erlebnissen oder Produkten etabliert. Mit dem „Wunderland“ Produkt von Katjes, reale Fruchtgummis in Form von Einhörnern, wäre auch dieser Weg möglich gewesen und hätte ergänzend auf das NFT-Produkt positiv eingewirkt. So hätte Katjes ein virtuelles, wortgebendes „Wunderland“ schaffen können, in dem der Besitz eines Katjes-NFT ein virtuelles Einhorn erzeugt, welches virtuelle Mehrwerte in der Spielwelt bieten.

Die Bewertung des Katjes NFT

NFT Projekte von Marken, aber auch von Freischaffenden, werden in der Regel nach denselben Kriterien betrachtet und bewertet. Eine positive Bewertung eines NFTs ist maßgeblich für den Erfolg entscheidend. Tatsächlich gilt eine schlechte Bewertung, erfolgend stets durch die erreichte, potenzielle Community, oft als Todesstoß des Projektes. Die Kriterien sollten jede Marke bei der Realisierung eines solchen Projektes berücksichtigen:

  1. Qualität und Relevanz der Inhalte
  2. Nutzen für Nutzer
  3. Technische Umsetzung
  4. Team und Partnerschaften
  5. Marktdynamik
  6. Community Management

Qualität und Relevanz der Inhalte

Auch wenn man es vielen Projekten nicht ansehen kann, Geschmack ist schließlich etwas subjektives über das sich bekanntlich streiten lässt, so ist dennoch die optische Qualität eines NFTs entscheidend. Es gibt dabei keinen bestimmten künstlerischen Stil, der bei NFTs besonders beliebt ist, da die Beliebtheit von NFTs sehr stark von den individuellen Vorlieben und dem Interesse der Nutzer abhängt. Viele Marken entnehmen in Vorbereitung ihres Projektes aus gewissen Stilrichtungen Informationen zu der jeweiligen Zielgruppe. So hat sich Katjes beispielsweise für die Stilrichtung „Illustration“ entschieden.

Katjes entwickelte in Vorbereitung 290 einzelne Merkmale als jeweils eigene Illustration. So zeichnete Katjes unterschiedliche Münder, Augen, Haare, Kleidungsgegenstände, Hüte, Brillen, Hörner und vieles mehr. Mithilfe einer besonderen Technologie, der Prozeduralen Generierung, konnte Katjes nach Erstellung der diversen, einzelnen Merkmale, allerlei Variationen erstellen. Prozedural generierte NFTs sind stets digitale Kunstwerke, die mit Hilfe von Algorithmen und Computerprogrammen erstellt werden. Die Besonderheit dieser ist, dass jene Kunstwerke einmalig bleiben und nicht auszutauschen sind, da sie durch einen Prozess der prozeduralen Generierung entstehen, bei dem das Endergebnis nicht vorherbestimmt ist.

Katjes beweist Qualität durch das durchdachte und ansprechende Design. Die gewählten Illustrationen und Varianten der Einhörner fügen sich gut und schlüssig in die Welt der NFTs und Metaversen ein. Konzeptionell unterscheidet Katjes den realen Wert hinter den NFTs sichtbar anhand eines entweder hinzugefügten Hintergrund oder eben nicht. So gibt es 700 Einhörner ohne Hintergrund, 70 mit einem Hintergrund und 7 Einhörner, die in die Farbe Gold getaucht wurden. Mit den wertvolleren, limitierten Inhalten schafft Katjes auch ohne reale Mehrwerte rein grafisch höhere Qualität innerhalb der Gesamtkollektion von 777 NFTs.

Nutzen für Nutzer

Bevor der Nutzer ein NFT kauft, möchte er die Mehrwerte des NFTs erfahren. Viele NFT-Projekte besitzen spannende Mehrwerte, kommunizieren diese aber nicht ausreichend oder transparent genug mit den Käufern. Katjes bietet ausnahmslos jedem Käufer für ein Einhorn im Wert von 30 Dollar 20% Rabattcode für den Katjes-Onlineshop, Zugang zur exklusiven Katjes Community, sowie einen Early Access für zukünftige NFT-Projekte. Ist man Besitzer eines der etwas limitierten Einhörner, erhalten Besitzer sogar noch ein Wunderland-Paket mit allen Wunderland-Sorten, also einer Geschenkbox voll mit Süßigkeiten. Die 7 Besitzer eines legendären NFTs wurden zur weltweit größten Süßwarenmesse in Köln eingeladen und erhielten dort die Möglichkeit Produktneuheiten vor Veröffentlichung zu verkosten. Außerdem erhielten diese einen Jahresvorrat an Katjes Fruchtgummi und Lakritz, einen limitierten Katjes Hoodie sowie die Mehrwerte der anderen NFTs.

Mit der Chance 7 zu 777 den Hauptgewinn zu ziehen und dabei maximal 30 Dollar auszugeben, hat die Fruchtgummi-Marke bewiesen faire Mehrwerte für einen angemessenen Preis anzubieten. Das Projekt war nach wenigen Stunden ausverkauft und alle 777 Einhörner hatten unterschiedliche Besitzer gefunden. Der Nutzen, den die Katjes NFT versprechen sind beeindruckend.

Oftmals bieten NFTs von Marken noch durchaus mehr Mehrwerte ihren Besitzern. Ein Beispiel könnte auch sein, wenn das Katjes NFT eine bestimmte Funktionalität in einer Anwendung bieten würde. Beispielsweise könnte ein NFT in einem Videospiel als In-Game-Gegenstand fungieren, der dem Nutzer Vorteile verschafft.

Die Technische Umsetzung des Katjes NFT

So wie eine Marke sich über die Technologie bewusst sein muss, wenn es eine Metaverse-Landschaft erstellen möchte, so muss auch bei einem NFT Projekt die Technologie gewählt und kommuniziert werden. Ein wichtiger Aspekt der technischen Umsetzung eines NFT-Projekts ist die Wahl der Blockchain, auf der das NFT gespeichert wird. Es ist wichtig, dass die Blockchain stabil und sicher ist und dass sie die Anforderungen des Projekts erfüllt, zum Beispiel hinsichtlich der Transaktionsgeschwindigkeit oder der Skalierbarkeit.

Katjes suggeriert mit der Auswahl einer nachhaltigen Blockchain das Bild einer bewussten Marke. Dabei setzt das Katjes NFT bei der Technik auf die Infrastruktur von Polygon, die sich aktiv für ein nachhaltiges Web3 einsetzt und sich gerade im eigenen „Green Manifesto“ verpflichtet haben, noch im Jahr 2022 Klimaneutralität zu erreichen. Im Gegensatz zum sogenannten Proof-of-Work verwendet Polygon die Proof-of-Stake-Validierung, was einen geringeren Energieverbrauch bedeutet.

Arbeitet das NFT mit Smart Contracts, so muss diese Technik sauber adaptiert werden. Smart Contracts legen die Regeln und Bedingungen fest, unter denen das NFT verkauft wird. Es ist wichtig, dass diese Smart Contracts sorgfältig gestaltet und getestet werden, um sicherzustellen, dass sie fehlerfrei funktionieren.

Der aber wohl entscheidendste Punkt bei der technischen Umsetzung ist die Gewährleistung einer hohen Benutzerfreundlichkeit: Schließlich ist es wichtig, dass das NFT-Projekt für die Nutzer benutzerfreundlich ist und dass sie einfach auf die Plattform zugreifen und NFTs kaufen oder verkaufen können. Insbesondere in Deutschland besitzen viele Personen noch heute Probleme oder Misstrauen gegenüber Blockchain-Technologien. Für die meisten NFTs wird vorausgesetzt, dass die potenziellen Käufer sich eine Wallet erstellen, dort eine Kreditkarte hinterlegen oder aber Kryptowährung bereits auf dieser Wallet verwalten. NFTs werden mit Kryptowährung bezahlt. Heute gibt es bereits viele Möglichkeiten diesen Weg zu vereinfachen. Wichtig ist aber in jeglichem Fall eine klare Anleitung und Erklärung der einzelnen Schritte darzustellen, da häufig im Kaufprozess Personen den Kaufabschluss aus Verunsicherung abbrechen.

Der Fruchtgummi-Hersteller kommuniziert in einem FAQ auf der Landing Page Schritt für Schritt wie dieser Prozess ausschaut, auch wie man die Fruchtgummis nachträglich verkaufen kann. Allerdings gilt bei einer solchen Anleitung heute noch: je mehr desto besser. Videos, die den theoretischen Kauf visuell darstellen erleichtern vielen Personen den Prozess. Auch wenn bereits auf vielen anderen Webseiten und NFT-Projekten dieser Prozess ausreichend beschrieben wurde, ist davon auszugehen, dass viele Käufer ihr erstes NFT bei der jeweiligen Marke einkaufen.

Team und Partnerschaften

Es ist auch wichtig, das Team hinter dem NFT-Projekt und mögliche Partnerschaften zu darzustellen. Ein starkes und erfahrenes Team und Partnerschaften mit etablierten Unternehmen können das Vertrauen in das Projekt erhöhen.

  1. Erfahrenes Team: Ein starkes und erfahrenes Team kann das Vertrauen in ein NFT-Projekt erhöhen, da es zeigt, dass das Projekt von fähigen und erfahrenen Personen geleitet wird. Das Team sollte aus Experten auf den verschiedenen Gebieten bestehen, die für das NFT-Projekt relevant sind, zum Beispiel aus Experten für Blockchain-Technologie oder Marketing.
  2. Partnerschaften mit etablierten Unternehmen: Partnerschaften mit etablierten Unternehmen können ebenfalls das Vertrauen in ein NFT-Projekt erhöhen, da sie zeigen, dass das Projekt von anderen Unternehmen anerkannt und unterstützt wird.
  3. Transparente Kommunikation: Eine transparente Kommunikation des Teams und der Partnerschaften kann ebenfalls das Vertrauen in das NFT-Projekt erhöhen, da sie zeigt, dass das Team offen und ehrlich über die Pläne und Aktivitäten des Projekts kommuniziert.
  4. Erfolgreiche Vorprojekte: Schließlich können auch erfolgreiche Vorprojekte das Vertrauen in ein NFT-Projekt erhöhen, da sie zeigen, dass das Team in der Lage ist, erfolgreiche Projekte zu realisieren.

Katjes ignoriert in seinem Projekt vollständig dieses Bewertungskriterium. Auf dem Impressum des Projektes erfahren wir lediglich, dass tatsächlich die Marke hinter dem Projekt der Furchtgummi-Hersteller ist. Selbst wenn Mitarbeiter mit speziellen Erfahrungswerten auf der Seite dargestellt werden, wäre es ein höherer Zugewinn, als Garnichts darzustellen. Informationen solcher Art vorzuenthalten erzeugen Misstrauen und Verunsichern Besitzer eines NFTs, da oft dieser Umstand bedeutet, dass die Entwickler des Projektes das Projekt als Spielwiese nutzen und selber noch nicht genau wissen, wo die Reise mit dem Projekt hinführen soll. Es wird streng davon abgeraten in Projekte zu investieren, die diese Informationen nicht darstellen.

Marktdynamik

Außerhalb einer angesammelten, loyalen Community werden insbesondere NFT-Liebhaber schnell auf neue Projekte von Marken aufmerksam. NFT-Liebhaber achten häufig auf die Marktdynamik um ein NFT Projekt. Dabei wird oft als erstes Größe und Aktivität der Gemeinschaft, die sich um das Projekt gebildet hat betrachtet.

Die Fruchtgummi-Marke scheint jedoch bei der Entwicklung des Projektes hierauf keinen Wert gelegt zu haben, da Interessenten an dem NFT Projekt auf keiner Plattform erkennbar gezeigt und dargestellt wurden. In der Regel nutzen Marken hierfür einen separaten Twitter-Kanal der das NFT-Projekt darstellt, sowie einen Discord Channel, einem Forum auf dem sich die Interessenten des Projektes austauschen können und mit der Marke in Austausch treten können. Zum Start des NFTs Projektes besitzt Katjes zwar einen Twitter-Kanal, pflegt diesen jedoch nicht.

Dabei kann eine aktive und engagierte Gemeinschaft einen wichtigen Beitrag zum Erfolg eines NFT-Projekts leisten. Eine leidenschaftliche und loyale Community auszubauen ist für viele Marken das Primärziel hinter einem NFT-Projekt. Die Community wird gerne dazu aufgefordert Reichweite und Marketing in Eigenleistung für das NFT Projekt zu übernehmen. Oftmals wird als Gegenleistung der Community ein Teil des Gewinnes oder weitere NFTs versprochen. Daher ist es wichtig, die Gemeinschaft zu pflegen und zu unterstützen und ihre Meinungen und Ideen zu berücksichtigen.

Eine gute Marketingstrategie kann dazu beitragen, die Sichtbarkeit und die Akzeptanz des NFT-Projekts auf dem Markt zu erhöhen. Dazu können zum Beispiel Online-Marketing-Maßnahmen, PR-Aktivitäten oder Partnerschaften mit anderen Unternehmen genutzt werden. Allerdings erzielen Marketing-Maßnahmen Nachhaltigkeit nur dann Mehrwerte, wenn es im Einklang zur aufgebauten Community eingesetzt wird. Vergleichbar wäre es hier mit einer Art Social Media Anzeige, die nach dem Klick auf eine 404 Seite führen würde. Katjes erlaubt sich bei seinem Projekt hier einen klaren Patzer und verliert Chancen und Möglichkeiten auf das NFT-Projekt aufzubauen und mehr daraus zu machen als eine einmalige Verkaufsaktion, die 777 Besitzer einmalig belohnt.

Community Management des Katjes NFT

Arbeitet eine Marke mit der aufgebauten Community, spricht man von Community Management. Community Management ist für das Gelingen eines NFT-Projekts von großer Bedeutung, da eine aktive und engagierte Gemeinschaft einen wichtigen Beitrag zum Erfolg des Projekts leisten kann. Eine gut gepflegte Community kann dazu beitragen, die Sichtbarkeit und Akzeptanz des Projekts zu erhöhen und kann auch dazu beitragen, die Bindung der Nutzer an das Projekt zu stärken.

Ein gutes Community Management umfasst daher die Pflege und Betreuung der Gemeinschaft, die Berücksichtigung von Meinungen und Ideen der Nutzer und die Bereitstellung von Support und Hilfe bei Fragen oder Problemen. Eine offene und transparente Kommunikation mit der Gemeinschaft kann dazu beitragen, das Vertrauen der Nutzer in das Projekt zu stärken und ihre Loyalität zu erhöhen. Die Loyalität der Community ist oftmals nicht auf das NFT-Projekt reduziert, sondern funktioniert in den meisten Fällen für die gesamte Marke. Daher nutzen Brands NFT-Projekte, um Markenbotschafter aufzubauen. Damit ein Brand erfolgreich mit Community Management umgeht, müssen folgende Dinge berücksichtigt werden:

  • Eine offene und transparente Kommunikation mit der Gemeinschaft ist ein wichtiger Aspekt des Community Managements. Dazu gehört zum Beispiel die regelmäßige Veröffentlichung von Updates und Neuigkeiten, die Bereitstellung von Support und Hilfe bei Fragen oder Problemen und die Berücksichtigung von Meinungen und Ideen der Nutzer. Besitzer einer NFTs wollen Neuigkeiten einer Marke als erstes erfahren. Sie sehen sich häufig als bevorzugt in der Bekanntgabe von Informationen. Oftmals nutzen Besitzer von NFTs die neugewonnen Informationen, um sie auf ihren eigenen Kanälen zu verbreiten.
  • Ein weiterer, wichtiger Aspekt ist das Aufbauen von Engagement. Engagement der Gemeinschaft bedeutet, dass man sich um die Nutzer kümmert und ihre Meinungen und Ideen berücksichtigt. Dazu kann man zum Beispiel regelmäßig in den sozialen Medien oder auf Diskussionsforen präsent sein und auf Nutzerfeedback eingehen. Auf Diskussionsforen wie Discord können einfach Umfragen erstellt werden. Eine potenzielle Community wird schneller an die eigene Marke gebunden, wenn diese das Gefühl hat in Entscheidungen berücksichtig zu werden.
  • Eine weitere Möglichkeit, die Gemeinschaft zu pflegen und zu engagieren, ist die Durchführung von Community-Events, zum Beispiel Live-Chats oder Q&A-Sessions. Im NFT Bereich spricht man von sogenannten AMAs (Ask & Answer), FAQs in Live-Videoformaten.
  • Es ist zudem wichtig, dass Nutzer bei Fragen oder Problemen schnell und professionell unterstützt werden. Dazu kann man zum Beispiel ein Support-Team einrichten oder nutzen, das Nutzern bei Fragen oder Problemen weiterhilft. Wie im E-Commerce Bereich ist auch im Metaverse-Bereich ein guter Informierter Customercare das A und O. Auf Plattformen wie Discord können einfach KI’s implementiert werden und mit den notwendigen Informationen gefüttert werden um diese Prozesse zu vereinfachen.
  • Die letzte Möglichkeit, um eine Gemeinschaft nachhaltig aufzubauen, ist die Integration von Nutzerelementen in das NFT-Projekt. Dazu können zum Beispiel Nutzer-Generated-Content-Features oder Nutzerwettbewerbe genutzt werden.

Es ist wichtig, dass man sich überlegt, auf welchen Plattformen die Zielgruppe des NFT-Projekts am aktivsten ist und auf diesen Plattformen Community Management anbietet. Es kann sinnvoll sein, auf mehreren Plattformen präsent zu sein, um möglichst viele Nutzer zu erreichen. Katjes integrierte erst lange nach dem Verkauf der NFTs einen Discord-Server, der zudem schlecht gepflegt wird. Werden aufgesetzte Community Tools nicht regelmäßig von der Marke gepflegt, wankt die Community und so auch oft der nachhaltige Erfolg eines NFTs.

Fazit:

Der Fruchtgummi-Hersteller hat stark gestartet. Mit einem tollen Design, einer überschaubaren Handhabung und klar transportierten Mehrwerten sorgte das NFT-Projekt für den Ausverkauf der ersten Kollektion. Auch die Werte des Unternehmens werden mit der klaren Wahl einer ökologischeren Blockchain deutlich transportiert. Obwohl Katjes für viele mit Nachhaltigkeit verbinden, zeigt Katjes bei dem eigenen Projekt keine Nachhaltigen Mehrwerte auf. Durch das Fehlen eines Plans für die Community kommt der Gedanke auf, das Katjes selbst einen Test mit der NFT-Strategie durchgeführt hat und selbst ein bisschen überrascht darüber war, dass alle virtuellen Fruchtgummis verkauft wurden.

Leider scheint die Strategie danach auch nicht weitergedacht zu sein. Denn seit dem Verkauf der NFTs ist das Projekt eingeschlafen, was den Besitzern der NFTs sauer aufstößt. Im Community Forum auf Discord beschweren sich die Besitzer des NFTs und zeigen keinerlei Community Loyalität. Leider verschenkt hier Katjes viel Potenzial nach solch einem wirklich schönen Start.

So bewerten wir das Katjes NFT:
Fazit:
Ein wirklich spannendes Projekt mit starken Mehrwerten für eine potenzielle Community scheitert daran, dass kein Wert auf eine Community gelegt wurde.
Qualität & Relevanz
Nutzen
Technik
Team & Kooperationen
Marktdynamik
Community Management
Pracht:
Geringes Investment notwendig
Spannende und faire Mehrwerte
Tolle, ansprechende Designs
Elend:
Kein Aufbau einer Community
Keine "Metaverse" Mehrwerte
Kein Fortsetzen der Roadmap
Keine Kommunikation, dass das Projekt beendet ist oder weiter geht
Intransparent
2.8
Toller Start, grausiges Ende