Virtuelle Fische & Köder im Fishverse Metaverse

4.6
Interessant & Logisch

Ziemlich skurril wirkte die Pressemitteilung über das kommende, neue Metaverse – Das Fishverse. Vorab hatten wir uns dazu entschieden einen Beitrag über die mittlerweile Extrem-Nischen-Auswüchse des Metaverse zu machen, da nun wohl der Punkt gekommen ist, dass wohl auf jeden Top eine „Verse-Deckel“ gesetzt wird, immerhin soll es ja nun sogar ein Fishverse geben. Wir empfanden den Namen als so lustig, dass wir mit Spot und Hohn einen eher kritischen Beitrag über diese virtuelle Welt geben wollten. Warum das Fishverse allerdings nach einem gut klingendem Ökosystem und einer ziemlich guten Idee klingt, warum wir uns also eindeutig geirrt haben, das erfährst du hier:

Das Fishverse

Wie der Name eindeutig Aufschluss gibt: Bei dem Fishverse dreht es sich rund um das Thema fischen. Das neue Metaverse von MG Labs, einer Entwickler-Bude aus Litauen, arbeitet derzeit an einem Angel-Simulator, der das beste aus der Krypto-Welt mit der Fishing-Welt kombinieren soll. Zugegeben: Angel-Simulatoren sind keine Neu-Erfindung, mit virtuellen Fischen jedoch Geld zu verdienen – Das ist wirklich neu!

FishVerse soll ein revolutionäres mobiles, aber auch stationäres Angelspiel der AAA-Klasse werden, das dezentralisiert ist und auf der Blockchain-Technologie basiert. Während man in einem eigenen NFT-Boot über virtuell, angemietet oder gekaufte Angelteiche tuckert, erhält man Token-Belohnungen in Form eines eigenen Projekt-Coins durch den Fang von, wie könnte es anders sein, NFT-Fischen.

Und da nicht jeder Fisch mit jedem NFT-Köder gefangen werden kann, rüstet man sich innerhalb des FishVerse mit diverser Ausrüstung aus, die einem den ein oder anderen Fang erleichtert, nimmt nebenher an Angelturnieren teil bei denen reale Preisgelder oder virtuelle Ausrüstung wie Boote oder Bootsmotoren gewonnen werden können und erlebt unter einer realistischen Gameplay-Grafik verschiedene Herausforderungen und Missionen, die einen näher zu dem Nebenbei-Taschengeld bringen.

Virtuelles Land im Fisch-Paradies

Für die Hardcore-Unterstützer gibt es Möglichkeiten eigene Flächen des virtuellen Landes zu erwerben. Jedes Grundstück ist auch hier stets ein NFT und kann dazu genutzt werden Unternehmen und Dienstleistungen aufzubauen und oder Veranstaltungen für andere Angler anzubieten. Für uns klingt es spannend, einen eigenen Angler-See eröffnen zu dürfen und diesen für kleines Geld an Angel-Fans zu vermieten, die ihre Kosten durch den Fischfang vielleicht nicht nur deckend rausholen, sondern gewinnbringend nutzen können.

Je wo man sein virtuelles Grundstück erwirbt, sind selbstverständlich andere Fische zu angeln. Fische, die man sowie Köder, Ruten oder Boote ebenfalls mit anderen Nutzern der Welt tauschen kann. Das macht auch tatsächlich Sinn, denn nur durch Diversität unter dem Fischfang, kann man einzigartige Kombinationen heranzüchten, die man in seinem Teich aussetzen kann und anderen Fischern wieder zum angeln anbieten kann. Ja, anscheinend kann hier jeder Fisch mit jedem anderen Fisch ein bisschen Spaß machen und „mutierte“ Versionen hervorbringen.

Virtuelles Land im Fishverse

Wer seine gezüchteten Fische nicht freilassen will, der darf diese an andere Angler verkaufen, den Erlös für Erfahrung nutzen und so sein eigenes Equipment verbessern, welches die Chancen erhöht an Turnieren oder Aktionen führende Positionen zu erreichen und so größere Gewinne einzusacken.

Das FishVerse Ökosystem

Das Play-To-Earn System des FishVerse sollte nun verstanden sein. Natürlich wird die Bezahlung, also der Earn der Anwender nicht in Euro oder Dollar bezahlt, sondern in FVS, einem Metaverse-bezogenen Token, der bald schon gelaunched werden soll. Wie der Topf der Ausschüttungen voll wird damit auch wirklich User die Möglichkeit erhalten Geld zu verdienen? Nun, natürlich wird es genügend Metaverse Akteure geben, die auf schnellen Erfolg und nicht auf harte Arbeit setzen. Und schneller Erfolg wird ganz nach Pay-To-Win denjenigen zur Verfügung stehen, die eben nicht Zeit und Energie in die virtuelle Welt setzen wollen.

NFT-Echolote, NFT-Motorbote und allerlei weitere NFT Gegenstände die das Simulationsgeschehen vereinfachen, werden von denen die Zeit und Energie bereits hineingesteckt haben über Marktplätze zu erwerben sein. Bei erfolgreichen Transaktionen wird sicherlich ein geringfügiger Betrag stets an das Metaverse selber zurückfließen, welches eines Tages (laut Roadmap) von einer DAO geführt wird.

Ökosystem Fishverse
Ökosystem FVS Roken FishVerse

Am Anfang wird natürlich auch Betreiber MG Labs eigene NFTs bereits anbieten und verkaufen, wie beispielsweise die ersten Grundstücke des neuen Metaverse.Das eingenommen Geld des Metaverse soll zu 42,8% in die Community zurückgehen. Und dank der Blockchain Technologie wird dies auch gut und einfach zu überprüfen sein. Lediglich 10% der Einnahmen wird MG Labs für sich selber nutzen.

Die Branche

Wir haben genügend Metaversen, die gerade an knappen Nutzerzahlen scheitern. Benötigt es dann wirklich noch weitere Metaversen? Noch mehr Plattformen auf denen Unternehmen erneut die Möglichkeit erhalten sich zu platzieren. Die Grundsätzliche Antwort wäre: Nein! Solange es keinen Standard für Metaversen gibt, der Interoperabilität gewährleistet, tragen zusätzliche Plattform-Metaversen nur zur Unübersichtlichkeit herbei. Dennoch müssen wir hier eine Ausnahme machen und vielleicht unsere Meinung nochmal ein bisschen ändern:

Ja, wir wünschen uns Interoperabilität. Wir möchten gerne zukünftig mit unseren Angler-Booten auch durch die Gewässer anderer Metaversen fahren. Aber Interoperabilität ist bei diesem Metaverse erstmal keine Priorität. Dafür ein gut funktionierendes Ökosystem, welches eine ganz klare Zielgruppe anspricht. Angler. Und Angler werden sich sicherlich in einem Fisch-Universum wohler fühlen, als in einem Decentraland, welches Lösungen zu allen Nischen anbieten möchte, keine Nische jedoch besonders gut abholt.

VR Fishing

Die Fischerei-Branche ist zudem eine ziemlich lukrative Branche. Der erfolgreichste deutsche Blog war zumindest vor einigen Jahren noch ein Themenspezifischer Blog rund um das Thema Fischen. Messen wie die Jagd und Hund platzen vor Ruten und Ködern.

Und so überdenken wir unsere anfängliche Meinung. Macht es vielleicht wirklich Sinn ziemlich themenspezifische Metaversen aufzubauen? Für Angel-Unternehmen ist es natürlich offensichtlich, in welchem der vielen virtuellen Welten sie sich nun ansiedeln sollten. Macht es also auch Sinn ein reines Sport-Metaverse, ein reines Yoga-Metaverse und Co. aufzubauen?

Die Roadmap

Gehen wir davon aus, dass das Fishverse seine Pläne einhalten kann, so können wir davon ausgehen, dass es die nächsten Tage in die Seed-Runde des FVS-Token-Verkaufs gehen soll. Zudem erwarten uns noch Trailer vom realen Gameplay und nicht nur Szenen-Aufnahmen. Eine Alpha-Version ist für die kommenden Monate angekündigt, sowie ein erster Blick auf das Dashboard des Metaverse.

Ende des Jahres wird der FVS-Token vorab in einem Private-Sale angeboten, um dann anschließend öffentlich zum verkauf zu stehen. Staking dieses Coins soll mit dem Launch bereits möglich sein. Wallet & Smart-Contract Funktionen erwarten und ebenfalls noch bis Ende des Jahres.

Richtig spannend wird es jedoch erst im Frühling 2023. Dann beginnt der NFT-Verkauf und der Launch einer Demoversion, sowie die Entwicklung der Karte. Landflächen der Karte werden dann im Q4 2023 auch zum Verkauf angeboten, sowie der vollwertige Launch des Metaverse für Browser und Mobilgeräte. Bis 2024 soll das Angel-Metaverse dann auch über die VR-Brille möglich sein.

Partner & Kooperationen

Das Team des MG Labs scheint bereits Erfahrung im Krypto-Gaming Bereich zu haben. Zeitgleich arbeitet das litauische Entwickler-Team nicht nur am FishVerse, sondern auch an weiteren Metaverse-Projekten. Starke Partner & Kooperationen hat zumindest MG Labs bereits mit Binance, NVIDIA und Epic Games. Inwiefern diese jedoch an dem Fishverse beteiligt sind, ist unklar. Derzeit wirkt es eher so, als ob das Unternehmen MG Labs in vergangenen Projekten mit diesen und 100 weiteren Partnern zusammengearbeitet hat. Hier wünschen wir uns noch ein bisschen mehr Transparenz.

Alles in allem wirkt das Fishverse jedoch entgegen unserer Erwartungen als valides und womöglich beindruckendes Projekt, dessen Umfang und Positionierung zwischen den diversen Metaversen vorraussichtlich erst Ende nächsten Jahres einschätzen können. Ein kleines Stück Virtuelles Land werden wir uns im Angler Metaverse aber sicher anschaffen.

Meinung & Bewertung Fishverse
Fazit:
Bis auf wenige Unklarheiten, absolut valides Projekt mit Daseins-Berechtigung! Spannend, Spezifisch & mit Viel Pozenzial gefüllt! Wir bleiben dran.
Konzept
Usability
Roadmap
Ökosystem
Partner & Kooperationen
Pracht:
Schlüssiges Ökosystem
Starkes Netzwerk
Faire Verteilung der
Einstiegs-Freundlich
Plattform übergreifend
Realistische Roadmap
Klare Zielgruppe
Riesiges Potential
Elend:
Informationslücke bei Partnern
Keine Interoperabilität
Wenig Community-Management
4.6
Interessant & Logisch