Kaufland, H&M und co. – Märkte drängen ins Metaverse

Wenn Kaufland virtuelles Land in Animal Crossing kauft, dann scheint das Metaverse nun auch endlich in Deutschland angekommen zu sein. „Kaufisland“ hat die Supermarktkette Ihre eigene Insel getauft, auf der nun „Phil Leita“ (gelesen wie „Filialleiter“), der Avatar der Firma, Besucher der Insel über Nachhaltigkeit im Lebensmittelhandel aufklärt.

Dabei handelt es sich nicht nur Spielerei, sondern um wirksames Marketing und den ersten Schritt ins Metaverse. „Animal Crossing: New Horizons“, eine Nintendo-Spielreihe, ist mit über sieben Millionen Verkäufen allein in Europa eines der erfolgreichsten Videospiele. Und auch für Nintendo ein wichtiger Mile-Stone in Richtung neuer, miteinander vernetzter, virtueller Welten.

Große Unternehmen, insbesondere Technologie-Konzerne wie Microsoft, aber auch Marken wie Adidas oder H&M knüpfen daran große Erwartungen. Auch an Animal Crossing.

H&M war ja erst in den letzten Wochen fehlerhaft mit dem Metaverse in Verbindung gebracht worden. So wurde auf Twitter der Ausschnitt eines Ladenkonzeptes für das Metaverse vorgestellt, welches bereits final und betretbar von der Community eingestuft wurde. H&M räumte jedoch ein, nachdem das Video als Viral-Hit durch sämtliche Medien verteilt wurde, dass es sich bei dem Ausschnitt lediglich um ein Konzept oder die erste Vorstellung eines virtuelles Ladengeschäftes handelt. Der Laden sei noch nicht betretbar.

H&M plant jedoch weiterhin die Eröffnung dieses Bekleidungsgeschäft-Konzeptes im Metaverse in Kooperation mit der Virtual Reality-Plattform CEEK. Der virtuelle 3D-Store des schwedischen Textilhändlers befindet sich in CEEK City, wo Kunden künftig – wie in der realen Welt – herumspazieren und shoppen können. Auch in „Animal Crossing“ hat die Modemarke H&M nun eine eigene Insel.

Während die Bezahlung der Kleidung, die nur in der digitalen Umgebung getragen werden kann, über CEEK erfolgt, sollen Kunden später auch die Möglichkeit bekommen, diese in den physischen Geschäften der teilnehmenden Unternehmen mit CEEK-Coins zu bestellen.

Wie solch digitale Ladenlokale funktionieren könnten, zeigte uns vor ein paar Wochen bereits Walmart.